Nadine und der Sommer, der alles ein bisschen auf links gedreht hat

Manchmal merkt man erst ziemlich spät, dass man sich verändert hat, nicht weil morgens plötzlich ein neuer Mensch im Spiegel steht oder man nach drei Podcasts endlich seine innere Mitte gefunden hat (hat noch nie funktioniert), sondern viel unspektakulärer. Man trifft Menschen, probiert sich aus, lässt Nähe zu, erlebt Schönes, Komisches/Bizarres und manchmal auch Dinge, bei denen man hinterher denkt: Joa, musste ich jetzt vielleicht auch nicht unbedingt haben. Und irgendwann merkt man ziemlich deutlich: Das hier passt einfach nicht mehr zu mir.

Genau das ist mir in diesem Sommer ziemlich oft passiert.

Nadine…..zwischen Bierbäuchen, Bohrmaschinen und Styroporkügelchen

Kennt ihr das? Manchmal hat man das Gefühl, das Universum hat sich morgens mit einer Tasse Kaffee hingesetzt und beschlossen: “Heute testen wir mal, wie belastbar du wirklich bist.” Genau so fühlt sich mein Sommer gerade an, ach was rede ich vom Sommer, es zieht sich schon durch das ganze Jahr. Und weil man irgendwann nur noch lachen kann, nehme ich euch heute mit auf meine ganz persönliche “Baustelle”.

Nadine….und der Sport Teil 2

Vor 1,5 Jahren habe ich mich aus etwas gelöst, das ich so in der Form nie für mein Leben wollte. Ich hatte mich zuvor verloren, habe gekämpft, wieder und wieder Schmerz ausgehalten und mich unwissentlich kleiner gemacht, als ich bin, bis ich irgendwann endlich losgelassen habe. Was danach kam, hat mich überrascht. Und manchmal denke ich, hätte ich früher gewusst, was das alles mit mir macht, hätte ich vielleicht weniger Angst davor gehabt.

Nadine und die Umzüge…..

Ich bin 47 Jahre alt und ja, an dieser Stelle ist es mir etwas, wie soll ich sagen… „unangenehm“, eine Zahl zu nennen, wie oft ich schon umgezogen bin. Irgendwann war es keine Phase mehr, sondern eher ein „Talent“. Ich hatte echt Übung im Umziehen. Ich war echt gut darin, neu anzufangen, neue Wohnung, neue Umgebung, neue Geschichte. Was ich nicht so gut konnte: mir vorher zu überlegen, ob der ganze Stress überhaupt Sinn macht. Viele dieser Umzüge hatten einen gemeinsamen Nenner. Es war nicht die Wohnung an sich.

Ich war es. (Kann man auch als besondere Form von „Einsatz“ betrachten ;))

Nadine … und das Leben mit mir selbst

Bis vor etwa anderthalb Jahren war ich immer in langen, festen Beziehungen. Single sein war dazwischen meist nur von kurzer Dauer. Irgendwie hatte ich Glück, es waren immer nur kurze Übergänge. Eine Phase, bis jemand wieder in mein Leben tritt, so lange wie im Moment, das kenne ich gar nicht.

Heute weiß ich, allein sein ist kein Übergang, sondern ein ganz eigenes Leben. Es ist Entwicklung. Und manchmal ist es auch echt verdammt anstrengend.